Lachgassedierung

Lachgassedierung

 

Lachgas wird seit 1844 als Narkosemittel benutzt. In unserer Praxis wird es als Sedierungsmöglichkeit – besonders bei Angstpatienten – angewendet. Lachgas ist, bei richtiger Anwendung, komplett nebenwirkungsfrei und gefahrlos anzuwenden. Es ist eines der am häufigsten untersuchten Pharmakas, besitzt einen niedrigen Blut-Gas-Verteilungskoeffizient und ist das am besten steuerbare, heute zugelassene Beruhigungsmittel. Es wirkt sedierend, anxiolytisch (beruhigend) und teils analgetisch (schmerzreduzierend). Reduziert den Würgereiz sehr stark und die Zeitwahrnehmung. Nach einer Lachgassedierung ist der Patient vollkommen fit und kann sogar mit dem Auto selbst nach Hause fahren.

Bewährt bei Angstpatienten

Auch wir wissen: Die Angst vor dem Zahnarzt ist bei vielen Kindern und zahlreichen Erwachsenen weit verbreitet. Es gibt Patienten, die trotz Schmerzen nicht zum Zahnarzt gehen, jegliche Vorsorge vermeiden und dem Verfall ihres Gebisses tatenlos zusehen – ein Angstpatient hat mehr Angst vor der Behandlung als Furcht vor Zahnschmerzen und Zahnverlust. Die Gründe für eine derartige Zahnphobie sind vielfältig und reichen oft weit in die Kindheit zurück. Nicht selten war ein traumatisches Erlebnis beim Zahnarzt mit schuld daran, dass aus einem ängstlichen Patienten ein problematischer Angstpatient wurde. In unserer Praxis gehen wir moderne Wege, solchen Patienten ihre Angst zu nehmen.

Der Angstpatient wünscht sich oft eine Art Betäubung, eine Vollnarkose ist ihm allerdings ein zu starker und kostenintensiver Eingriff. Hier setzen wir in unserer Praxis die Sedierung (= Ruhigstellung) des Patienten mit Lachgas ein. Die neue Technik ist dabei so ausgereift, dass wir von einer echten Alternative zu einer Narkose sprechen können. Die Konzentrierung des Lachgases liegt bei der Sedierung knapp unter dem narkotischen Bereich. Lachgas-Geräte der neuen Generation sind so konstruiert, dass die Dosierung dank einer eingebauten Sperre nie den dem Patienten zuträglichen Bereich verlässt. Während der gesamten Behandlung lässt sich die Lachgassedierung bequem durch den Zahnarzt am Gerät regulieren, eine Überdosis wird somit wirksam verhindert. Die notwendige Sauerstoffzufuhr wird zudem optimal auf die Bedürfnisse im jeweiligen Behandlusprozess abgestimmt. So können wir unseren Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit bieten.

Während der Sedierung durch Lachgas, das durch eine angenehm aufliegende Nasenmaske verabreicht wird, bleibt der Angstpatient ruhig und entspannt. Der Vorteil gegenüber einer Narkose: Seine Aufnahmefähigkeit ist trotz der Sedierung nicht beeinträchtigt und er kann mit seinem behandelnden Zahnart kommunizieren. So lassen sich die einzelnen Schritte der Behandlung reibungsloser und entspannter durchführen. Nach Beendigung der Sitzung klingt die sedierende Wirkung rasch ab und der Patient kann problemlos unsere Praxis verlassen.